Schlossbrauerei


Jörg Heinevetter - der BraumeisterEin Biolandbetrieb

Am 14. September 2008 um 11 Uhr war es so weit. Nach einem Jahr  planen, umbauen und einbauen der technischen Anlagen wurde die Schlossbrauerei Blumenthal wieder eröffnet.

Bereits 1508 wurde Blumenthal die Schank- und Brauerlaubnis erteilt. Bis ins Jahr 1966 wurde in Blumenthal auch gebraut.

Es war von Anfang klar, dass Blumenthal wieder eine eigene Brauerei bekommen sollte und gemäß dem neuen Blumenthaler Konzept sollte ein Biobier gebraut werden. Da unter den Gesellschaftern kein Braumeister war gingen die Gesellschafter auf die Suche nach einem geeigneten Braumeister, der auch bald gefunden war.

Biere der Schlossbrauerei BlumenthalDie Biere der Brauerei BlumenthalJörg Heinevetter aus Odelzhausen wird die Brauerei in eigener Verantwortung führen. Seine Lehre absolvierte er bei der Brauerei Aying, den Braumeister legte er in der Doemensakademie ab, die letzten Jahre war er Produktionsplaner der Spaten-Löwenbräugruppe, bzw Inbev in München.

Sein Traum ist jedoch die Herstellung eines eigenen Bieres nach alter Brautradition. Keine Massenware, sondern ein süffiges Genussmittel für die Region wollte er herstellen. So wird die 500-jährige Tradition von Blumenthal wieder fortgesetzt. So hat er in das Ökonomiegebäude von Blumenthal eine 10 Hektoliter kupferummantelte Brauanlage mit 3-Gerätesudwerk, bestehend aus  Maischbottich/Sudpfanne, Läuterbottich und Whirlpool sowie Kühlanlagen hingestellt.

Zwei Mal in der Woche wird  eingemaischt, geläutert, gekocht,  wieder gekühlt und angestellt. 
Rund  2000 Liter kommen da wöchentlich zusammen.
Und die sind  nach  einer Woche  wieder verkauft. Zumindest im Sommer, denn da ist der Biergarten von Blumenthal gut besucht.
Das Bier aus Blumenthal  gibt es als Ur-Helles, Dunkles, Schwarzbier  sowie  Weißbier. Alle Biere sind selbstverständlich naturtrüb.

Schlossbrauerei Blumenthal - innenEtwa 800 Hektoliter Bier produziert der Brauer im Jahr.

In der Schlossbrauerei Blumenthal wird alles von Hand gemacht. Hier läuft
kein vollautomatisches Programm ab. Deshalb dauert der Brauvorgang auch etwas länger, zwischen acht  und neun Stunden. Dann kommt das Gebräu in den Gärkeller und landet schließlich im Lagerkeller, wo es bei zwei Grad mindestens vier Wochen seinen vollen Geschmack entwickeln kann.

Weil das Bier unfiltriert ist und nicht wärmebehandelt, hält es sich nur vier Wochen. Ausschließlich ausgewählte Rohstoffe schaffen es in die Blumenthaler Flaschen und Fässer, wie etwa bestes Bio-Gerstenmalz oder der teure Aromahopfen aus der Hallertau, der ebenfalls aus streng kontrolliertem biologischem Anbau stammt. Glaubt man den Blumenthaler Bier-Fans, schmecken sie das Schluck für Schluck. Auf dem Brauplan stehen vor allem das kontrolliert biologisch hergestellte, naturtrübe Ur-Helle, das Dunkle und ein helles Weizen. Saisonale Biere wie Maibock, Märzen und Starkbier sind geplant. Für Betriebsfeiern bekommt das Getränk schon mal die Farbe der Firma verpasst und Spezialetiketten, wie z.B. das beliebte Schwarzbier für die Karlsfelder CSU zu ihrer 50-Jahrfeier.

Selber gemacht, mit besonderen Zutaten und von Hand: Das hat seinen Preis. Der Liter Bier kostet 2,00 Euro.  „Die Leute sind bereit, das zu zahlen“, sagt Jörg, „ich braue mit Herz und Seele“.

Gebraut wird hier natürlich streng nach dem bayerischen Reinheitsgebot von 1516. Hinein kommen die vier typischen Zutaten Wasser, Malz, Hopfen und Hefe. Den Treber, die festen Bestandteile, die im Läuterbottich zurückbleiben,
holt sich ein in der Nähe wohnender Bauer als eiweißreiche Futterergänzung für seine Kühe. Wohl bekomm’s ihnen.
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Die meisten Liebhaber des Blumenthaler Biers sind Stammkunden des Biergartens und der Brauerei. Sie holen sich ihren Stoff beim Hersteller oder wissen, wo man ihn noch bekommt. Etwa im L'amar in München in der Pestalozzistraße 28 oder in den Naturkostläden in Aichach und Odelzhausen oder beim Kreppold in Wilpersberg. Weitere Vertriebswege sind in Planung und gewünscht.

Ca. 200 Flaschen können mit Hilfe des Flaschenfüllers in Handarbeit in einer Stunde befüllen. Wenn sich der Brauraum im Sommer dann auf 40 Grad erhitzt, kommt man dabei ganz schön ins Schwitzen. Keine einfachen Arbeitsbedingungen. 

Schlossbrauerei Blumenthal
Jörg Heinevetter
Blumenthal 1
86551 Aichach
Tel: 0177-229 3843
manuela.heinevetter@t-online.de

Im Cafe L'AMAR in München ist das helle Bier in Flaschen jetzt ebenfalls erhältlich.





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